Schritt 1: Entscheidungsfindung
Wenn Sie den Wunsch haben, dass Ihre Firma nach Ihrem Ausscheiden fortbesteht, sollten Sie sich mit den folgenden Fragen auseinandersetzen:
- Ist das Unternehmen nachfolgefähig und sind Sie bereit, die Verantwortung weiterzugeben?
- Wann und wie soll die Übergabe erfolgen – mit einem klaren Schnitt oder schrittweise?
- Bleiben alle Arbeitsplätze erhalten?
- Wie kann der Erfolg der Firma langfristig gesichert werden?
- Wünschen Sie die Fortführung von Ideen und Produkten für zukünftige Entwicklungen?
- Sollen Ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen fortbestehen?
- Kennen Sie den ungefähren Wert des Unternehmens sowie potenzielle Nachfolgerinnen oder Nachfolger (intern/extern)?
- Wie sollte sich das Unternehmen nach Ihrem Ausscheiden idealerweise entwickeln?
Schritt 2: Standortbestimmung und Bewertung
Sobald Ihr Entschluss gefasst ist, können Sie die nächsten Schritte Ihrer Unternehmensnachfolge planen und einleiten. Dazu gehört eine strategische Standortbestimmung und eine fundierte Bewertung Ihres Unternehmens. Analysieren Sie insbesondere folgende Bereiche:
- Ressourcen
- Geschäft und Produktepalette
- Werteflüsse
- Kundenstamm
- Organisation
- Immobilienwerte
- Vorsorgesituation/Pensionierungsplanung aller Beteiligten
Schritt 3: Wahl der Nachfolge
Die Festlegung von Anforderungen an eine mögliche Nachfolgerin oder einen möglichen Nachfolger sind für die Nachfolgeplanung zentral. Das sind mögliche Kriterien:
- Vision für das Unternehmen
- Unternehmerisches Potenzial
- Erfahrung
- Führungseigenschaften
- Finanzielle Mittel
- Sozialkompetenz
- Branchenkenntnis
- Netzwerk
Schritt 4: Unternehmensübergabe
Während der Übergabe braucht es ein zielgerichtetes Vorgehen. Dies ermöglicht der neuen Inhaberin oder dem neuen Inhaber, die Führungsfunktion von Beginn an wahrzunehmen. Nun gilt es, die Übernahme sorgfältig zu planen:
- Festlegung von Vorgehensweise und zeitlicher Abfolge
- Rollenregelung und Aufgabenverteilung
- Vertragsgestaltung
- Planung der internen und externen Kommunikation